| |
Junge Psyche: Schlaf kann trübe Gedanken vertreiben
Wie wichtig ausreichend Schlaf für Heranwachsende ist, belegt einmal mehr eine wissenschaftliche Studie. James E. Gangwisch und seinem Team vom Medical Center der Columbia University in New York ist der Nachweis gelungen, dass Teenager, die regelmäßig vor zehn Uhr abends schlafen gehen, signifikant seltener an Depressionen erkranken als Jugendliche, die bis Mitternacht oder länger wach sind. "Die Annahme, dass Teenager weniger Schlaf brauchen als Kinder, ist verbreitet", so Studienleiter Gangwisch. "Aber sie ist falsch. Auch Jugendliche brauchen täglich etwa neun Stunden Nachtschlaf."
Die Wissenschafter hatten die Daten von mehr als 15.000 Probandinnen und Probanden unterschiedlichen Alters ausgewertet. Dabei zeigte sich unter anderem, dass Jugendliche, die nur fünf Stunden pro Nacht schliefen, ein um 71 Prozent höheres Risiko hatten, Symptome einer Depression zu entwickeln, als Gleichaltrige, die mindestens acht Stunden ruhten. "Ausreichend zu schlafen ist wirklich wichtig für unsere psychische Gesundheit und für unsere Fähigkeit, uns zu konzentrieren und die Herausforderungen des Alltags zu bewältigen", so Gangwisch.
Sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen konnten die Forscher eigenen Angaben zufolge einen Zusammenhang zwischen chronisch kurzer Schlafdauer und Neigung zu Depressionen belegen. Der Zusammenhang bestehe dabei in beide Richtungen – so hebe zu wenig Schlaf das Depressionsrisiko, wie umgekehrt Depressionen es schwerer machen können, genügend Schlaf zu finden. Die Untersuchung wurde im Fachjournal "Sleep" veröffentlicht.
Quelle: NetDoktor.at
|
|
|
|
|
|