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Jeder fünfte Arbeitnehmer leidet unter psychischen Erkrankungen

In Industrieländern leidet jeder fünfte Arbeitnehmer unter psychischen Erkrankungen. Das geht aus einem kürzlich veröffentlichten Bericht der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) hervor.

Die Wahrscheinlichkeit, arbeitslos zu werden, ist bei psychisch Kranken, die oft unter Depressionen oder Angstzuständen leiden, doppelt so hoch wie bei Gesunden. Die Autoren des Berichts kritisieren, dass die Gesundheitssysteme vieler Länder vor allem darauf ausgerichtet sind, Menschen mit schweren Störungen wie Schizophrenie zu behandeln. Eine stärkere Ausrichtung der Medizin auf schwächer ausgeprägte Krankheiten würde die Arbeitschancen der Betroffenen erheblich verbessern, heißt es weiter.

Österreich liegt bei der Beschäftigungsquote von psychisch Kranken mit unter 60 Prozent an letzter Stelle der untersuchten Staaten, noch hinter Großbritannien. Spitzenreiter mit deutlich über 70 Prozent ist die Schweiz. In der Statistik der beschäftigungslosen psychisch Kranken belegt Österreich den zweiten Platz hinter Belgien, das allerdings generell eine wesentlich höhere Arbeitslosenquote hat.

Für Betroffene ist unbedingt zu empfehlen, einen Arzt aufzusuchen und mit diesem einen Therapieplan zu erstellen. Meist gilt: Je früher eine psychische Erkrankung erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Therapieerfolge.

Quelle: APA Med



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